Kreishandwerkerschaft Augsburg

Veranstaltungen 2017:

Infoabende mit der Kreissparkasse Augsburg zum Thema “Kontaktloses Bezahlen mit der GiroCard - weniger Bargeld in der Kasse”
Dienstag,      14.03.2017, 18.30 Uhr in der Kreissparkasse Gersthofen, Bauernstr. 1
 

afa 2017
Das Handwerk beteiligt sich an der Augsburger Frühjahrsausstellung
vom 01. - 09.04.2017 in der Halle 3 mit der Sonderschau “Handwerkergalerie”
unter dem Motto “Handwerk, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor - modern, innovativ
und facettenreich”.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der IKK Classic zum Thema “Betriebliches Gesundheitsmanagement”
am Donnerstag, 11.05.2017, 18.00 Uhr im TIM Augsburg
Im Mittelpunkt steht der Impulsvortrag “Gesunde Mitarbeiter - starkes Unternehmen”
des Autors Dr. Marco Freiherr von Münchhausen, Speaker des Jahres 2015.

Gesellenfreisprechfeier
am Samstag, 23.09.2017, 10.00 Uhr, Atrium der Handwerkskammer für Schwaben, Siebentischstr. 52 - 58, Augsburg

Adventskonzert der Domsingknaben im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses
08.12.2017 - 15.00 Uhr
09.12.2017 - 11.00 Uhr und 15.00 Uhr

Arbeitnehmerfreizügigkeit
Ab dem 1. Mai 2011 gilt für Arbeitnehmer aus dem EU-Beitrittsländern Estland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn das Arbeitnehmerfreizügigkeitsgesetz. Die bisherigen Beschränkungen in Form von Arbeitserlaubnissen und Verwaltungsverfahren entfallen. Nur für Arbeitnehmer aus Rumänien und Bulgarien bleibt der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt vorerst noch bis 31. Dezember 2011 beschränkt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite der Europäischen Kommission:
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=458&langId=de

EUROPE DIRECT bietet unter der gebührenfreien Rufnummer: 00800 6 7 8 9 10 11
eine Beratungsstelle zur Beantwortung spezieller Fragen der Arbeitnehmer, die außerhalb ihres Heimatlandes einen Arbeitsplatz annehmen.

 

75 Jahre Kreishandwerkerschaft Augsburg

Die Kreishandwerkerschaft konnte auf 75jähriges Bestehen zurückblicken. Neun der 33 Mitgliedsinnungen nahmen dies zum Anlass, ihr Innungsjubläum zu feiern.

Am 12.11.2009 um 16.00 Uhr - genau nach 75 Jahren -
begann unsere Jubiläums-Herbstversammlung in der ehemaligen Zunftstube der Handwerkskammer.

Am 21.11.2009 lud die Stadt Augsburg zu einem Empfang im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses. Wir feierten mit vielen Persönlichkeiten aus Politik und Handwerk die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Nach wie vor aktuell:

Meister wissen wie’s geht!


10 Thesen gegen das Meisterprinzip und 10 schlagkräftige Argumente dafür

  1. Der Meisterbrief ist ein Auslaufmodell aus der Zeit der Zünfte!
    Stimmt nicht! Der Meisterbrief wurde 1953 einstimmig von allen demokratischen Parteien im Bundestag im Rahmen der Handwerksordnung beschlossen. Diese rechtlichen Grundlagen des Handwerks wurden durch höchstrichterliche Entscheidungen mehrfach bestätigt.
    Der Meisterbrief ist keineswegs ein Auslaufmodell, sondern die tragfähige Basis für eine gesunde Volkswirtschaft und ein funktionierendes Ausbildungswesen.
    Das Zunftwesen wurde nach der französischen Revolution vor rund 200 Jahren aufgehoben.
     
  2. Die Aufhebung des Meisterprinzips führt zu mehr Existenzgründungen!
    Stimmt nicht! Kurzfristig starten möglicherweise enthusiastische Jungunternehmer in die handwerkliche Selbständigkeit. Von Dauer sind diese Existenzgründungen nicht. Nahezu die Hälfte gibt nach den ersten beiden Geschäftsjahren wieder auf.
    Betriebe von Handwerksmeistern dagegen sind nach den ersten 5 Jahren noch zu 75% am Markt und überzeugen durch Stabilität.
     
  3. Ohne Meisterzwang entstehen mehr Arbeitsplätze!
    Stimmt nicht! Die hohe Fluktuation bei Betriebsgründungen von Nicht-Meistern sorgt für Unruhe auf dem Arbeitsmarkt und Belastung der staatlichen Sozialkassen (durch Arbeitslosengeld, ggf. Sozialhilfe für gescheiterte Unternehmer).
    Zwischen dem Meisterbrief und der Bestandsfestigkeit von handwerklichen Existenzgründungen besteht ein empirisch belegter Zusammenhang. Existenzgründer aus dem Handwerk haben bereits nach einem Jahr im Durchschnitt 2 Mitarbeiter und schaffen bis zum 5. Jahr weitere 3 ½ Stellen. Und diese Beschäftigungsverhältnisse sind in der Regel von Dauer! Denn innerhalb der ersten beiden Jahre sind nicht einmal 2% der Gründer zur Aufgabe gezwungen.
     
  4. Verbraucherschutz geht auch ohne Meisterbrief!
    Stimmt nicht! Durch kostenintensive Kontrollen müsste z. B. im Lebensmittelbereich oder in den Gesundheitshandwerken die Einhaltung der verbraucherschutzrechtlichen Vorschriften überprüft werden. Zu Lasten der Staatskasse, die eh schon gähnend leer ist! Produkte und Leistungen zu zertifizieren ist unvergleichlich teurer als Produzenten und Dienstleister mit entsprechender Qualifikation auszustatten.
    Beispiel: Die Bremsen eines Autos müssen weiterhin sofort von einem Kfz-Meister geprüft und abgenommen werden und nicht erst später vom TÜV.
     
  5. Die Sicherung von Ausbildungsplätzen ist nur ein Vorwand um an alten Zöpfen festzuhalten!
    Stimmt nicht! Das Handwerk bildet 70% der gewerblichen Lehrlinge aus und ist somit der Ausbilder Nr. 1 für die gesamte gewerbliche Wirtschaft. Ohne die hochqualifizierten Fachkräfte aus dem Handwerk hätte die Industrie schwerwiegenden Nachwuchsmangel. Ohne die handwerkliche Ausbildungsleistung würde der Markt für Auszubildende schlagartig zusammenbrechen.
     
  6. Deutsche werden bei der Gründung von Handwerksbetrieben diskriminiert!
    Stimmt nicht! EU-Ausländer, die in Deutschland einen Handwerksbetrieb eröffnen wollen, müssen nachweisen, dass sie in ihrem Heimatland bereits 6 Jahre einen Handwerksbetrieb erfolgreich geführt haben. In dieser Zeit schaffen deutsche Handwerker leicht Ausbildung und Meisterbrief und damit ein tragfähiges Fundament für ein aussichtsreiches, stabiles Unternehmertum. Im übrigen ist die Zahl der Ansiedelung von EU-Handwerker in Deutschland eher gering.
     
  7. Handwerk will sich mit dem Meisterbrief unliebsame Konkurrenz vom Hals halten!
    Stimmt nicht! Meister im jeweiligen Gewerk können sich jederzeit und überall selbständig machen. Anbieter mit der gleichen handwerklichen Leistungen werden durch den Meisterbrief nicht ausgegrenzt oder von einer Zulassung ausgeschlossen. Das ist in anderen Berufen, zum Beispiel bei Ärzten anders. Da wird sehr wohl reglementiert, auf wieviel Einwohner sich ein Arzt niederlassen kann.
     
  8. Die Handwerksordnung ist zu starr und behindert wirtschaftliche Flexibilität!
    Stimmt nicht! Gerade durch die Leipziger Beschlüsse ist die Handwerksordnung dynamisch und flexibel und strukturellen Veränderungen und Erfordernissen angepasst. In besonderen Fällen sind Ausnahmegenehmigungen möglich und die werden von den Kammern in der Regel auch erteilt. Es ist nicht akzeptabel, das Handwerk als Eckpfeiler einer gesunden Volkswirtschaft für tief greifende Fehler in der Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik zum Sündenbock zu machen.
     
  9. Die Pflicht zur Meisterprüfung schränkt die Berufs- und Gewerbefreiheit ein!
    Stimmt nicht! Jeder kann den Beruf erlernen und ergreifen, den er möchte. Und Meister wird nur, wer beruflich vorankommen will. Das ist in anderen Bereichen auch so. Eine Anwaltsgehilfin kann niemals als Anwältin tätig sein und würde von keinem Gericht in Deutschland akzeptiert. Niemand reklamiert in diesem Fall eine Einschränkung der Berufs- und Gewerbefreiheit. Für den Weg in die Selbständigkeit ist der Meisterbrief jedoch der direkte und sinnvollste Weg. Diese Qualifikation ist von höchstem Nutzen für unsere Volkswirtschaft.
     
  10. Der Meisterzwang fördert die Schwarzarbeit!
    Stimmt nicht! Schwarzarbeit wird erst durch die hohen Belastungen durch die Lohnnebenkosten für die Verbraucher attraktiv. Diese belasten und verteuern jede Handwerkerstunde immens. Darüber bietet die Ich-AG ideale Voraussetzungen legitim schwarz zu arbeiten. Aufträge oberhalb des erlaubten Schwellenwertes werden dann nebenher miterledigt und der Staat drückt ein Auge zu und verzichtet ganz nebenher auf Einnahmen.